Gratisversand
45,00€
Im Wald kennt man ihn dafür, dass er genau dann auftaucht, wenn ein Baum seltsam knarrt – als würde ihm ein Ast weh tun. Er kommt ohne Eile näher, legt respektvoll die Hand auf die raue Rinde und wird ganz still, um zuzuhören. Außen trägt er Moosgrün und innen Erdbraun, als hätte der Regen ihn von Hand bemalt: mit Spaziergängen und Stamm-Umarmungen.
Er liebt es, am Flussufer entlangzustapfen, mit einem schief sitzenden Rafiabast-Hut, und die glattgeschliffenen Steine zu begrüßen (manchmal leckt er sie – aus wissenschaftlichen Gründen – um zu prüfen, ob sie nach Berg schmecken). Und er hat eine ernste Schwäche für Hühner: Er erzählt ihnen frei erfundenen Klatsch, damit sie ihn danach überall herumgackernd verbreiten und die neugierigen Tratsch-Elstern ablenken.
- Flickt Nester mit Zweiglein und trockenem Laub, ohne dass man das Gefrickel sieht
- Schimpft mit Menschen, die Moos abzupfen – aber gut gelaunt
- Versteckt Samen dort, wo ein rituelles Häufchen landet, damit etwas Schönes wächst
Man sagt, er sei genau so groß, dass er Tierchen auf Augenhöhe anschauen kann, und dass seine Weisheit nicht ernst klingt: eher wie leises Kichern, wie Fluss und wie Wald, der im Nebel atmet.