Yoga und Meditation: Platz zu Hause

Ein Wichtel wollte sich eine Meditationsecke einrichten. Erst kam eine Pflanze hinein, dann drei Kissen, eine Lampe, ein Korb und ein wunderschönes Tischchen. Als alles fertig war, setzte er sich in den Flur. Die Ecke sah prima aus. Nur er selbst passte nicht mehr hinein.

So kann es gehen: Man richtet alles schön her und vergisst dabei, was man dort eigentlich machen wollte. Überleg dir deshalb zuerst, was du für Yoga oder Meditation zu Hause brauchst. Vielleicht eine freie Fläche zum Bewegen, vielleicht einen bequemen Stuhl. Über die Farbe des Korbes könnt ihr später noch quatschen.

Hier geht es um einen Platz, der in deinen Alltag passt. Dein Wohnzimmer muss dafür weder zum Laden werden noch zum nächsten Ort, an dem du ein schlechtes Gewissen bekommst, weil du zu selten auftauchst.

Wie viel Platz brauche ich für Yoga zu Hause?

Das hängt von den Bewegungen ab, die du üben möchtest. Dass die Matte auf den Boden passt, reicht allein nicht. Du brauchst darum herum Platz, damit du weder Möbel noch Wände oder andere Gegenstände berührst. Prüfe auch den Freiraum über dir und halte Durchgänge frei. Reicht der Platz nicht, wähle einen anderen Ort oder eine passende Alternative.

Erst die Übung, dann die Einrichtung

Für eine Meditation im Sitzen brauchst du eine andere Umgebung als für eine Yogastunde mit weiten Bewegungen. Auch die verschiedenen Yoga- und Meditationsformen lassen sich nicht einfach gleichsetzen. Wähle etwas, das du kennst, oder lass dich beraten, bevor du die Ausstattung zusammenstellst.

Zum Lernen empfiehlt das NCCIH Yoga unter qualifizierter Anleitung, um das Verletzungsrisiko zu verringern.

Dieser Artikel hilft beim Einrichten. Eine richtig platzierte Lampe bringt dir keine Yogahaltung bei. Schau bei einem Kurs nach, wie viel Platz und welche Hilfsmittel du brauchst und ob er zu deiner Erfahrung passt. Vielleicht liegt dir ein Kurs vor Ort besser. Fürs Alleinüben zu Hause gibt es keine Extrapunkte.

Mach den Boden frei, bevor du dekorierst

Such dir einen stabilen Untergrund ohne herumliegende Kabel oder Gegenstände. Prüfe, ob die Matte auf diesem Boden verrutscht. Achte darauf, wohin Türen aufgehen und ob Möbel, niedrige Lampen oder Deckenventilatoren in deinen Bewegungsraum ragen. Die Lücke neben dem Bett kann als Stauraum taugen und zum Üben trotzdem zu eng sein.

Du solltest nicht jedes Mal einen schweren Tisch verschieben müssen. Vielleicht lässt sich eine andere Stelle leichter vorbereiten. Wenn ihr zusammenwohnt, sprecht die Nutzung ab und lasst die Wege frei. Innere Ruhe verliert etwas von ihrem Reiz, wenn der Mitbewohner auf dem Weg zum Klo über dich steigen muss.

Kauf erst, wenn du weißt, was dir fehlt

Schau nach, was du schon hast. Falls du eine Matte brauchst, sollten die Übungen, dein Körper und der Untergrund die Wahl bestimmen. Das Wort „Premium“ auf dem Etikett nimmt dir diese Entscheidung nicht ab. Es gibt keine Dicke, kein Material und keinen Preis, der zu allen passt. Lies die Hinweise zur Nutzung und Pflege und frag nach, wenn du unsicher bist.

Blöcke, Gurte und spezielle Kissen können sinnvoll sein. Besorg dir die Hilfsmittel, die du tatsächlich brauchst, und lass dir ihre Verwendung zeigen. Ein Zubehörteil wird nicht zur Pflicht, nur weil es auf jedem Foto auftaucht. Dein Wohnzimmer muss keinen Katalogwettbewerb gewinnen.

Für Meditation im Sitzen kommt auch ein Stuhl infrage, der guten Halt bietet. Die NHS-Anleitung nennt diese Möglichkeit ohne spezielle Ausrüstung.

Nimm einen stabilen Stuhl, der weder rollt noch wackelt. Auf dem Boden zu sitzen macht dich nicht fortgeschrittener. Hör auf, wenn eine Haltung schmerzt. Bei Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen rät MedlinePlus vor dem Yogabeginn zur ärztlichen Rücksprache.

Genug Licht und eine angenehme Umgebung

Probier zuerst das vorhandene Licht aus. Beim Bewegen musst du gut sehen können. Zum ruhigen Sitzen gefällt dir vielleicht eine Lampe mit sanftem Licht, aber dunkel muss der Raum nicht sein. Wenn du Kerzenlicht magst, ist eine LED-Kerze ohne Flamme eine Möglichkeit. Stell sie außerhalb deiner Übungsfläche auf.

Beim Klang zählt, womit du der Einheit gut folgen kannst. Musik, eine gesprochene Anleitung oder Stille kommen infrage. Eine Playlist muss nicht „spirituell“ heißen, um dir zu gefallen. Stell die Lautstärke so ein, dass du die Anleitung und alles hörst, worauf du zu Hause achten musst.

Räucherstäbchen, Raumdüfte und Duftgeräte sind ebenfalls freiwillig. Das Zimmer muss nicht nach einem ganzen Wald riechen. Sprich dich bei Düften mit den Menschen ab, die den Raum teilen. Dasselbe gilt für Temperatur und Lüften: Es soll für diese Tätigkeit angenehm sein. Persönliche Vorlieben werden dadurch nicht zu Regeln für alle.

Auch eine Ecke zum Wegräumen zählt

Du kannst deine Sachen zusammen aufbewahren und bei Bedarf herausholen. Such einen gut erreichbaren Platz, an dem nichts Türen oder Wege versperrt. Reinige und trockne alles vor dem Verstauen nach den jeweiligen Pflegehinweisen. Die Matte liegen zu lassen ergibt nur Sinn, wenn sie niemandem im Weg ist und alle damit einverstanden sind.

Wenn das störtDas könntest du ändern
Das Wohnzimmer wird für alles genutztVereinbart einen Zeitraum und einen Bereich und räumt danach wieder auf.
Der Aufbau dauert länger als das ÜbenBewahre die Dinge zusammen auf, die du wirklich nutzt.
Du erkennst den Kurs auf dem Bildschirm schlechtStell ihn so auf, dass du dich nicht verdrehen musst und keine Kabel im Weg liegen.
Die Deko steht überall auf dem BodenSuch ein Regal außerhalb deiner Bewegungsfläche.

Lass zwischen den schönen Dingen Platz für dich

Magikito-Figur mit gelber Mütze und blauer Latzhose neben einem Pilz
Ein Wichtel neben seinem Pilz. Zu Hause kann die Deko außerhalb der Bewegungsfläche stehen.

Ein Foto, eine Pflanze oder eine Figur darf dir einfach gefallen. In unserer Magikitos-Galerie findest du handgemachte Figuren aus Kaltporzellan. Sie stellen die Wichtel aus unseren Geschichten dar und stehen nicht zum Verkauf. Die Funken gehören zu dieser erfundenen Welt. Sie sind keine Behandlung und schützen auch kein Zimmer. Vielleicht bringt dich eine Figur zum Lachen, erinnert dich an eine Geschichte oder trägt einfach eine großartige Mütze. Diese Mütze auf dem Kopf zu behalten dürfte ohnehin schon genug Arbeit sein.

Wenn du Erinnerungsstücke auf einem Regal sammeln möchtest, findest du im Artikel über einen persönlichen Altar Ideen für einen symbolischen Platz ohne religiöse Verpflichtung. Stell ihn so auf, dass er nicht stört. Eine Figur oder einen Altar brauchst du weder zum Sitzen noch zum Meditieren oder Yogaüben.

Der Platz soll auch in deinen Tag passen

Wähle einen Zeitpunkt, den du diese Woche ausprobieren kannst. Vielleicht nach der Arbeit, bevor du losgehst oder wenn jemand anderes die Kinder betreut. Du kannst mit einer kurzen Einheit anfangen und später nachjustieren. Keine bestimmte Minutenzahl macht jede Übung zu Hause besser als einen Kurs.

Wenn du Benachrichtigungen stummschalten kannst, prima. Musst du erreichbar bleiben, lass die nötigen Anrufe durch. Eine Unterbrechung macht die bisherige Zeit nicht ungeschehen. Klappt es an einem Tag nicht, versuch es zu einer anderen Zeit oder fang wieder an, wenn es passt. Dein Kalender muss keine Strichliste gegen dich führen.

Brauche ich zum Meditieren ein eigenes Zimmer?

Nein. Du kannst einen Teil eines gemeinsam genutzten Raums nehmen, eine Zeit dafür absprechen und danach aufräumen. Wichtig ist, dass der Platz für dich zugänglich ist und zur gewählten Praxis passt. Eine bestimmte Einrichtung oder die Atmosphäre eines Meditationszentrums ist nicht nötig.

Wie du mit der Praxis selbst anfangen kannst, steht im Artikel über Meditation zu Hause. Hier geht es erst einmal darum, dass du überhaupt noch in deine Ecke passt.

Unser Wichtel räumte schließlich das Tischchen und zwei Kissen weg. Der Korb durfte Socken beherbergen. Endlich konnte er dort sitzen, wo er es vorgehabt hatte. Die Pflanze machte einfach weiter und verlangte keinen Fortschrittsbericht.

Bewerte diesen Artikel

Wie viele Pilze gibst du, von 1 bis 5?

Einen Moment: bestätige, dass du ein Mensch bist