Was es bedeutet

Etwas richtig aufpolieren, damit es lauter, schöner oder einfach krasser wird. Im Pott denkt man da zuerst an die alte Karre, die mit Spoiler, fetten Felgen und dickem Sound zur Show umgebaut wird. Es geht aber genauso um die Bude, das Fahrrad oder den müden Lebenslauf. Wer aufmotzt, will, dass man hinguckt.

Verwendungsbeispiele

"Der Kevin hat seinen alten Manta so aufgemotzt, dass die halbe Straße stehen bleibt, wenn er um die Ecke kommt."
"Mein Onkel in Bochum hat seinen alten Opel Astra so aufgemotzt, tiefergelegt, Spoiler hinten, dunkle Scheiben, dass die Nachbarn ihn jetzt nur noch den Tuning-Kalle nennen."
"Die Wohnung im Essener Norden hat meine Schwester innen aufgemotzt, neue Tapete, IKEA-Möbel umgesprüht, Vinyl auf dem Boden, jetzt sieht es aus wie ein Lifestyle-Magazin in Klein."
Tonfall
Witzig Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Aufmotzen kommt aus dem Ruhrdeutschen und gehört in die Welt der Tunings: aus Motz, dem alten Wort für Gesicht oder Schnauze, wurde im Pott das Verb für aufdonnern und tunen. Erst war es die Karre auf dem Parkplatz, dann die Bude, das Outfit und der Lebenslauf vor dem Bewerbungsgespräch.

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