Was es bedeutet
Sterben, das Zeitliche segnen. Das Bild kommt aus alten Zeiten, als jeder seinen eigenen Holzlöffel besaß und ihn beim Tod weiterreichte oder zurückgab. Wer den Löffel abgibt, braucht ihn nicht mehr: ein derber, fast gemütlicher Weg, vom Sterben zu reden, ohne das große Wort in den Mund zu nehmen.
Verwendungsbeispiele
"Im Krimi gibt schon in der ersten Szene jemand den Löffel ab, und der Kommissar rätselt den Rest des Films."
"Im Krimi gibt schon in der ersten Minute jemand den Löffel ab, und den Rest rätselt das halbe Dorf, wer es war."
"Solange ich noch nicht den Löffel abgebe, fahr ich jeden Sommer ans Meer, das hab ich mir fest vorgenommen."
Woher es kommt
Das Bild stammt aus alten Bauernzeiten, als jeder seinen eigenen hölzernen Löffel zum Essen besaß, ein persönliches Stück Besitz. Wer starb, brauchte ihn nicht mehr und gab ihn ab oder weiter. So wurde das Abgeben des Löffels zur derb-gemütlichen Umschreibung fürs Sterben.
Andere Arten, es zu sagen
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