Was es bedeutet

Semmel ist das Wort für Brötchen und klingt gleich nach Bäckertheke, Sonntagfrühstück und a bissl Grant. Wenn du hier Brötchen sagst, schauen dich manche an, als hättest du gerade Filterkaffee mit Ketchup bestellt. Gemeint ist meist das normale Weizenbrötchen, aber je nach Bäckerei gibt’s gleich Varianten wie Laugen-, Kümmel- oder Kaisersemmel.

Verwendungsbeispiele

"Beim Bäcker: — I hätt gern sechs Semmeln. — Laugn oder normal? — Drei und drei, und leg ma no a Brezn obendrauf, bittschee."
"Hol beim Bäcker frische Semmeln, dann gibt's Sonntagsfrühstück mit Butter und Marmelade."
"A Leberkassemmel und a Kaffee, und der Vormittag is gerettet."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen

Woher es kommt

Geht zurück auf das lateinische simila, das feine Weizenmehl, aus dem schon die Römer ihr helles Gebäck buken. Im Süden und in Österreich ist die Semmel geblieben, wo der Norden längst Brötchen sagt, und sie gehört zum Frühstück wie der Kaffee daneben.

Andere Arten, es zu sagen

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