Was es bedeutet
Das hanseatische Radler, benannt nach der Alster in Hamburg, weil die Mischung aus Bier und Zitronenlimo angeblich so aussieht wie das Wasser im Fluss. Halb ernst gemeint, halb Seemannsgarn. Wer in Hamburg Radler bestellt, kriegt komische Blicke vom Kellner. Alsterwasser ist hier Pflicht, alles andere wäre ja Verrat am heimischen Wortschatz und am Kiez.
Verwendungsbeispiele
"Moin, hol mir bitte noch ein Alsterwasser von der Theke, drei Astra hab ich schon geschnackt und jetzt brauch ich was Leichteres fürs Schietwetter"
"Moin Sven, hol bitte noch ein Alsterwasser von der Theke des Strandcafés an der Außenalster, ich hab drei Astra schon geschnackt seit dem Mittag, brauch jetzt was Leichteres fürs Schietwetter vom Norden, und der Kellner mit der gestreiften Schürze kennt mich seit den achtziger Jahren."
"Beim Hafengeburtstag in Hamburg am Sonntagnachmittag bestellt der Tourist aus München ein Radler an der Hafenkneipe vom Fischmarkt, die Bedienung lacht herzlich, korrigiert mit Alsterwasser auf der Tafel hinter der Theke, und die Stammgäste am Tresen feiern den Lerneffekt mit einem gemeinsamen Salzigen aus der Flasche."
Woher es kommt
Hanseatische Wortprägung der frühen zwanziger Jahre, als die Hamburger Schiffer und Hafenarbeiter das Bier-Limo-Mischgetränk nach der Alster benannten, dem urbanen Fluss im Stadtzentrum, dessen helles Wasser angeblich die Farbe der Mischung erinnerte. Die Bezeichnung war zur Hälfte ernst und zur Hälfte Seemannsgarn, und der Bayer mit seinem Radler galt im hanseatischen Stadtbild der dreißiger Jahre als Auswärtiger, der den richtigen Namen für das Getränk an der Theke nicht kannte und ein verlegenes Lächeln des Wirts erntete.
Andere Arten, es zu sagen
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