Hessisch klingt wie ein gemütliches Brummeln am Stammtisch. Hier wird gebabbelt, Äppelwoi getrunken und alles mit einem herzlichen "Ei gude wie?" begrüßt.

Babbsack

Ein Babbsack ist jemand, der redet und redet und nicht mehr aufhört. Babbeln heißt in Frankfurt quatschen, und wer ein ganzer Sack voll Gerede ist, der ist ein Babbsack. Nicht bösartig gemeint, aber nach drei Stunden Monolog am Tresen darf man es ruhig aussprechen. Klassiker in der Apfelweinwirtschaft.

"Der Horst is so ein Babbsack, der hat die ganze Nacht vom Eintracht-Spiel erzählt. Dabei war er gar net im Stadion, sondern im Wohnzimmer."

Stöffche

Apfelwein. Das Frankfurter Nationalgetränk hat viele Namen, aber Stöffche ist der liebevollste. Die Verkleinerungsform macht es niedlich, obwohl der Inhalt durchaus ernst zu nehmen ist: nach drei Schoppen Stöffche wackelt auch der härteste Sachsenhäuser ein bisschen. Wird im Bembel serviert und aus dem Gerippten getrunken. Wer es Ebbelwoi nennt, liegt auch richtig, aber Stöffche hat mehr Charme.

"Geh, schenk mir noch e Stöffche ei, der Bembel is noch halbvoll. Und hol die Handkäs-Platte, ich hab Hunger wie so en Wolf."

Hibbdebach un Dribbdebach

Hüben des Bachs und drüben des Bachs, also diesseits und jenseits des Mains. Die Frankfurter teilen ihre Stadt so ein: Hibbdebach ist der Norden, Dribbdebach ist Sachsenhausen im Süden. Jede Seite behauptet, die bessere zu sein. Dieser kleine Rivalitätswitz gehört zum Frankfurter Grundwortschatz wie der Bembel zum Stöffche. Frag einen Sachsenhäuser, und er erklärt dir ausführlich, warum drüben alles besser ist.

"Ich wohn Hibbdebach, sie wohnt Dribbdebach. Für die Liebe muss ich jeden Abend über den Eisernen Steg, aber wenigstens gibt's drüben Stöffche."

Druffgänger

Dialektform von Draufgänger. Gemeint ist jemand, der sich was traut und lieber macht als babbelt, meist mit einem Funken Respekt. Je nach Ton kann’s auch der Typ sein, der sich vordrängelt, Chancen wittert und nicht lange fackelt, im Job wie auf der Straße. Nicht immer zart, aber oft ziemlich effektiv.

"Der Kai is en Druffgänger, geht ins Büro, fragt die Chefin nach mehr Kohle und steht fünf Minuten später grinsend wieder im Flur."

Babbeln

Babbeln heißt einfach locker reden, quatschen, auch mal ein bisschen sinnlos daherlabern, typisch hessisch und in Frankfurt an jeder Ecke zu hören. Das Wort klingt schon nach gemütlichem Gelaber, und genau so wird’s genutzt: beim Äppelwoi am Tresen, im Bus oder vorm Kiosk. Wenn die Runde in Fahrt kommt, wird aus babbeln schnell ein richtiges Lautstärke-Festival mit viel Handgefuchtel, Dialekt und noch mehr Meinung.

"Ei, geh mer noch zum Wasserhäuschen? Klar, hol zwei Äppelwoi, dann babbeln mer bis nachts über de Eintracht und die Nachbarn von oben."

Stimmen des Volkes

Theorie ist ja schön und gut... aber was uns Magikitos richtig abgeht, ist die Leute aus Frankfurt in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen typischen Ausdruck von dort kennst, schick uns eine Sprachnachricht per WhatsApp mit einem echten Beispiel. Wir fügen ihn zu den Stimmen deiner Gegend hinzu!

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