Klein, aber oho! Die Stadtbremer haben ihren eigenen Schnack, geprägt von Seefahrt, Platt und dem festen Glauben, dass die Stadtmusikanten die beste Band der Welt sind.
"Was muss, das muss. Das ist ein Ausdruck, bei dem man insbesondere sagen will: Ja, ist zwar nicht auf freiwilliger Basis, aber ich mache es eben. Zum Beispiel, wenn ein Arbeitskollege jemanden fragt: ‚Und wie läuft die Arbeit?‘, dann sagt man: ‚Was muss, das muss.‘"
"Mit dem Herbstkatzerl bezeichnet man oft eine Person, die im Herbst geboren ist und ironischerweise darauf abzielt zu sagen, dass diese immungeschwächt ist oder viele Allergien hat. Ein Beispuelsatz wäre: Der niest so viel, der ist ein richtiges Herbstkatzerl."
"Slangwort besoffen bedeutet betrunken sein. Beispiel, gestern war ich wieder komplett besoffen."
"Slangwort Digger ist ein anderes Wort für Kumpel, Freund. Beispiel, Digger, was machst du heute Abend?"
"Rumbölken. Laut schimpfen oder meckern. Beispiel, der Typ vor mir hat im Supermarkt so rumgebölkt, weil die Schlange zu lang war, dass ich kurz dachte, er hält gleich eine politische Rede."
Herbstkatzerl
Ein Herbstkatzerl ist eine Person, die im Herbst geboren wurde und ironischerweise besonders anfällig für Allergien oder Krankheiten ist. Man sagt das liebevoll spöttisch, wenn jemand im Herbst ständig niest oder kränkelt.
Besoffen
Heißt betrunken, und zwar meist deutlich, nicht nur angeheitert. Wer besoffen ist, lallt, schwankt und fasst Entschlüsse, die er am Morgen bereut. Derber und ehrlicher als angetrunken, ganz ohne Beschönigung. Norddeutsch gefärbt, aber überall verstanden.
Rumbölken
Heißt, laut und oft ein bisschen theatralisch rumschimpfen oder meckern, wie jemand, der seinen Ärger unbedingt auf Lautsprecher stellen muss. Nicht das leise Rumgrollen, sondern richtiges Gebrüll mit Publikum, ob es jemand hören will oder nicht. Passt perfekt zu Kassenschlangen, Behörden und allen Orten, wo Geduld stirbt.
Wat mutt, dat mutt
Was muss, das muss: norddeutsch-trockenes Schulterzucken für unangenehme Pflichten. Sagt man, wenn einem nichts anderes übrig bleibt.
Digger
Heißt so viel wie Kumpel, Bro, Alter, eine lockere Anrede unter Freunden. Kommt ursprünglich von Dicker, hat aber null mit Körpergewicht zu tun, das ist eher verbale Schulterklopf-Zuneigung. Typisch norddeutscher Sound, oft auch als Digga geschrieben. Passt für Smalltalk, Ansagen, Mini-Stress oder einfach, um Nähe zu markieren.