Der Norden spricht leise, aber deutlich. Zwischen Plattdeutsch und Hochdeutsch liegt hier die Heimat des klarsten Deutschs, sagen sie zumindest selbst. Und ein Moin reicht als Begrüßung für alle Tageszeiten.
"Mit dem Herbstkatzerl bezeichnet man oft eine Person, die im Herbst geboren ist und ironischerweise darauf abzielt zu sagen, dass diese immungeschwächt ist oder viele Allergien hat. Ein Beispuelsatz wäre: Der niest so viel, der ist ein richtiges Herbstkatzerl."
"Slangwort besoffen bedeutet betrunken sein. Beispiel, gestern war ich wieder komplett besoffen."
"Hallo Alter, kennt ihr das Wort Matschepampe? Mein Kumpel hat heute Kartoffeln mit Fleisch gemacht und Zucchini, aber es war alles total die Matschepampe, Alter, und wir fressen es jetzt gerade und es sieht total matschepampig aus. Ja, eine leckere Matschepampe haben wir heute gefressen."
"Rumbölken. Laut schimpfen oder meckern. Beispiel, der Typ vor mir hat im Supermarkt so rumgebölkt, weil die Schlange zu lang war, dass ich kurz dachte, er hält gleich eine politische Rede."
"Kein Ding. Kein Ding bedeutet, dass etwas gar kein Problem ist. Zum Beispiel hat mich heute jemand gefragt, ob ich helfen kann im Haushalt und ich habe einfach gesagt, ja klar, kein Ding. Mache ich schnell, ist überhaupt kein Stress für mich."