Die Hauptstadt hat eine Schnauze, und die ist aus Gold. Berlinerisch ist direkt, frech und hat immer den letzten Spruch parat. Hier wird nicht um den heißen Brei geredet, hier wird Tacheles gequatscht.
"Das Sprichwort 'Viele Köche verderben den Brei' wird oft verwendet, wenn sich in einer Sachlage viele Personen einmischen und dadurch völliges Chaos entsteht. Ein Beispielsatz wäre: 'Siehst du, das hätten wir nur zu zweit machen sollen. Viele Köche verderben eben den Brei.'"
"Die Intelligenzbestie ist ein meist ironischer Begriff für eine Person, die sich durch eine Aussage oder Tätigkeit nicht gerade von der intelligentesten Seite gezeigt hat. Ein Beispielsatz wäre: Schau mal, was der wieder gemacht hat. Das ist eine richtige Intelligenzbestie."
"Lässig kann man alles bezeichnen, was locker, einfach oder sogar spaßig ist. Ein Beispielsatz wäre, ich sage es dir, das Wochenende war sowas von lässig, das brauche ich öfter."
"Slangwort Knorke bedeutet cool oder gut. Beispiel: alles knorke bei dir."
"Slangwort besoffen bedeutet betrunken sein. Beispiel, gestern war ich wieder komplett besoffen."
Viele Köche verderben den Brei
Wenn zu viele Leute an einer Sache mitmischen, wird sie am Ende schlechter, als wenn nur eine Person das Steuer in der Hand hält – genau wie zu viele Köche den Brei versalzen oder verkochen.
Intelligenzbestie
Die Intelligenzbestie ist so ein goldiges Etikett für jemanden, der sich mit voller Wucht ins Fettnäpfchen manövriert hat. Es ist dieses süffisante Lob, das in Wahrheit den geistigen Aussetzer feiert, als hätte da einer mit dem Kopf gedacht, aber der Kopf war grad Pause machen.
Lässig
Lässig bedeutet locker, entspannt und unkompliziert. Etwas ist lässig, wenn es ohne Druck und mit Leichtigkeit läuft.
Besoffen
Heißt betrunken, und zwar meist deutlich, nicht nur angeheitert. Wer besoffen ist, lallt, schwankt und fasst Entschlüsse, die er am Morgen bereut. Derber und ehrlicher als angetrunken, ganz ohne Beschönigung. Norddeutsch gefärbt, aber überall verstanden.
Knorke
Knorke heißt einfach richtig gut, prima, top. Das Wort hat diesen altberliner Charme mit Zigarrenqualm, Eckkneipe und einem trockenen Grinsen im Mundwinkel. Heute sagt man's oft mit Augenzwinkern, mal ehrlich begeistert, mal ein bisschen verspielt ironisch. Wer knorke sagt, klingt sofort, als hätte er schon drei Jahrzehnte Großstadtstaub in der Jacke und trotzdem gute Laune.