Stimmen von der Straße
"Para machen. Sich Sorgen machen, Angst haben, nervös sein. Beispiel, wir waren unterwegs und er hat die ganze Zeit Para gemacht, weil er dachte, er hätte sein Portemonnaie verloren. Am Ende lag es die ganze Zeit in seiner Jackentasche."
Was es bedeutet
Heißt: sich unnötig Sorgen machen, nervös werden, innerlich Alarm schieben. Der Kopf malt schon Katastrophen, obwohl noch gar nix passiert ist. Klassiker, wenn jemand glaubt, was Wichtiges verloren zu haben, und am Ende war’s die ganze Zeit da.
Verwendungsbeispiele
"Er macht Para wegen dem Portemonnaie, wir drehen alles um, dann steckt’s in seiner Jacke."
"Stop mit dem para machen wegen den Klausurergebnissen am Freitag, die Profs schreiben die Noten erst nächste Woche ein, und du wirst noch alle Nägel kurz beißen, bevor das Portal überhaupt online ist mit den ersten Punkten."
"Mein Mitbewohner macht para wegen dem Mietvertrag, der Vermieter hat ihm eine Mail mit Anhang geschickt, und er hat zwei Stunden gesucht, ob da eine Mieterhöhung versteckt ist zwischen den seitenlangen Klauseln der Hausverwaltung."
Woher es kommt
Para machen ist eine Mischbildung aus dem griechischen Präfix para-, das in deutscher Jugendsprache eine Abkürzung von Paranoia darstellt, und dem allzweck-Verb machen. Die Wendung tauchte um zweitausendfünfzehn in den deutschsprachigen Rap-Texten der zweiten Welle auf, von Bonn bis Hamburg, und bezeichnete ursprünglich das übersteigerte Misstrauen nach Drogenkonsum oder das anhaltende Sorge-Gerede der ganzen Nacht. Über den Mainstream der Sozialen Medien ist der Ausdruck heute in jedem deutschen Whatsapp-Verlauf zwischen Freunden zu finden, mit deutlich abgemilderter Bedeutung.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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