Was es bedeutet
Gepökeltes Schweinsbein, das Nationalgericht der Zürcher Gemütlichkeit — aber auch das Universalwort für alles Klobige, Schwere, Unbeholfene. Wer als Gnagi bezeichnet wird, trägt meistens etwas zwischen Unbeholfenheit und liebenswürdiger Trotteligkeit in sich. Im Grunde ein Kosename mit leicht spöttischem Unterton, so wie das Gericht selbst: rustikal, aber lecker.
Verwendungsbeispiele
"Chum schon, du Gnagi, eifach d'Tür ufmache und ine, das isch doch kei Kunststück."
"Chum jetz, du Gnagi, mir verpassed susch de Zug, und du suechsch immer no dini zweiti Socke."
"Er isch zwar es bitzeli en Gnagi am Morge, aber wenn er einisch wach isch, hilft er bi allem mit."
Woher es kommt
Eigentlich ist das Gnagi ein gepökeltes Schweinsbein, ein deftiger Zürcher Klassiker. Weil das Stück so klobig und schwer auf dem Teller liegt, ist der Name auf Leute übergesprungen, die etwas tapsig und unbeholfen wirken. Aus dem Sonntagsessen wurde so ein gutmütiger Spottname.
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