Was es bedeutet
Der Kopf. Wird gern benutzt, wenn jemand einen dicken Schädel hat, ob vom Denken oder vom Trinken. Berühmt ist der Karl-Marx-Nischel in Chemnitz, die riesige Büste, die jeder Sachse kennt. Ansonsten hört man Nischel vor allem, wenn's um Kopfschmerzen geht oder wenn jemand seinen harten Schädel wieder durchsetzen will.
Verwendungsbeispiele
"Mir brummt der Nischel, gesdern zu viel Radeberger gehabt. Na, wenigstens war die Partie gut, das muss der Nischel jetzt aushalten."
"Beim Klassentreffen in Chemnitz nach dem dritten Bier brummt mir der Nischel schon, aber Sven holt noch eine Runde und ich winke ab, ich hab morgen früh die Schicht im Krankenhaus zu schieben."
Woher es kommt
Nischel kommt aus dem Rotwelschen, der alten Gauner- und Wanderhandwerkersprache, und stand ursprünglich für Knoten oder Klumpen am Kopf. Über die Spinnereien und Bergwerke wanderte das Wort in den sächsischen Alltag, wo es heute schmunzelnd den Schädel meint, vom Kater bis zum Karl-Marx-Monument in Chemnitz.
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