Was es bedeutet
Ein Schmock ist ein aufgeblasener Angeber, der mehr Fassade als Format hat. So ein Typ, der sich wichtig aufplustert, groß auftritt und dabei trotzdem eher nach Luftpumpe als nach Legende wirkt. Das Wort ist schön bissig, oft berlinisch angehaucht und trifft genau dann, wenn einer mit zu viel Ego durchs Bild stolziert.
Verwendungsbeispiele
"Guck dir mal den Schmock an, steht mit seinem geleasten Cabrio inne zweite Reihe und tut so, als gehört ihm die Straße. Dabei wohnt der bei Mutti im Keller."
"Der Schmock am Nebentisch erklärte dem Kellner, wie man richtig Wein einschenkt, und schickte ihn dreimal weg."
"Sei kein Schmock und halt mal kurz die Tür auf, statt nur an deinem Spiegelbild zu feilen."
"Was für ein Schmock, kommt zehn Minuten zu spät ins Meeting und macht dann auf Vorstand mit Hoodie und Halbwissen."
"Lass den Schmock reden, der baut sich jeden Satz wie 'ne Bühne und fällt am Ende trotzdem über sein eigenes Ego."
Woher es kommt
Schmock kommt aus dem Jiddischen, genauer von schmok bzw. schmuck. Ursprünglich war das ein derbes Wort für den Penis. Im Deutschen hat sich daraus schon im 19. Jahrhundert die Bedeutung für einen dummen, lächerlichen oder widerlichen Kerl entwickelt. Besonders in Berlin ist das Wort hängen geblieben und bis heute schön giftig im Umlauf.
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