Was es bedeutet

Bedeutet schlicht tanzen gehen, aber mit diesem leicht angestaubten 60er-Jahre-Charme. Man sagt es meist ironisch oder liebevoll, wenn’s nicht um Club-Gehabe geht, sondern ums ehrliche Hüftenschwingen. Oft von Leuten, die sich selbst nicht zu ernst nehmen. Passt zu Tanztee, Dorffete oder wenn die Wohnzimmerboxen auf Anschlag stehen. Klingt altbacken, macht Laune.

Verwendungsbeispiele

"Komm, wir gehen heute schwofen, sagt der Kumpel im Hawaiihemd. Zehn Minuten später wackeln wir in der Küche, die Nachbarn klatschen im Takt."
"Beim Sommerfest des Heimatvereins in Niedersachsen schwofen die Großeltern bis Mitternacht, der Diskjockey spielt einen Walzer nach dem anderen, und die Enkel auf der Tanzfläche fragen sich verwundert wie es möglich ist dass die Achtzigjährigen mehr Kondition haben als sie selbst."
"Wir haben am Wochenende in der Küche geschwoft mit der Bluetooth-Box auf voller Lautstärke, mein Vater hat die alte Schallplatte von Udo Jürgens aus dem Schrank gezogen, und meine Tochter staunte dass Erwachsene zwei Stunden in derselben Energie weiterzappeln können auch."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Aus dem niederdeutschen schwofen, das schwingen oder schwankenden Hin und Her des Tanzes meinte, in den sechziger Jahren von der Tanzschulkultur ins Alltagsdeutsch übernommen. Der Wortklang trägt heute noch die Tanztee-Atmosphäre der Wiederaufbauzeit, mit Bigband-Musik im Kursaal und einem Augenzwinkern der Großeltern, die nie mehr von der modernen Disco der Kinder gehört haben oder eines wollten besonders.

Andere Arten, es zu sagen

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