Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Der Sturm ist der gegorene Traubenmost im Herbst. Süß, gefährlich und macht müde. Man trinkt ihn beim Heurigen und merkt erst nach drei Gläsern, dass der Sturm einen gestürmt hat. Beispiel. Drei Sturm, dann habe ich die Bedienung geduzt und den Tisch geküsst. Der Klassiker."

Was es bedeutet

Sturm ist der angegorene Traubenmost im Herbst, süß, trüb und gefährlich gemütlich. Schmeckt wie Saft, wirkt aber wie ein kleiner Überfall, weil du erst spät merkst, wie’s dich erwischt. Beim Heurigen gehört er dazu wie das G’schichtldruckn am Tisch. Nach ein paar Gläsern wird geduzt, gelacht und manchmal geküsst, oje.

Verwendungsbeispiele

"Drei Sturm später duz i die Bedienung, lobe die Musik und erklär dem Tisch, er sei mein bester Freund. Alle nicken, weil’s eh kennen."
"Beim Heurigen haben wir einen Krug Sturm geteilt und plötzlich war der Abend gelaufen."
"Vorsicht mit dem Sturm, der schmeckt harmlos und haut dich dann um."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Der Sturm ist der angegorene Traubenmost im Herbst, süß, trüb und gefährlich gemütlich. Schmeckt wie Saft, wirkt aber wie ein kleiner Überfall, weil man erst spät merkt, wie er einen erwischt, und beim Heurigen gehört er einfach dazu.

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