Stimmen von der Straße
"Auf Krampf heißt, etwas zu erzwingen. Ich wollte unbedingt witzig sein, hab aber gemerkt, das kommt voll auf Krampf rüber. Lieber einfach locker bleiben und sein Ding machen."
"Auf Krampf. Zwanghaft, verkrampft und natürlich. Beispiel, er versucht auf Krampf wittig zu sein, weil je mehr er es versucht, desto unangenehmer wird es. Und ich weiß nicht mal, wie ich reagieren soll."
Was es bedeutet
Bedeutet: verkrampft, zwanghaft, unnatürlich. Wenn jemand unbedingt witzig, cool oder locker wirken will und genau dadurch das Gegenteil erreicht. Man merkt richtig, wie der Satz schon schwitzt, bevor er rauskommt. Wird oft benutzt, wenn eine Situation awkward wird, weil jemand zu sehr performt.
Verwendungsbeispiele
"Der versucht auf Krampf lustig zu sein, haut einen Spruch nach dem anderen raus, und wir sitzen da nur stumm, als hätte jemand die Stimmung aus Versehen gelöscht"
"Er wollte auf Krampf der Lustigste der Runde sein und hat einen Spruch nach dem anderen abgefeuert, bis es nur noch peinlich still wurde."
Woher es kommt
Vom Krampf, der verkrampften Muskelanspannung, ins Übertragene gezogen. Wer etwas auf Krampf macht, presst und erzwingt es so sehr, dass genau das Gewollte misslingt.
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