Was es bedeutet
Meint deine persönlichen Sachen, meistens das, was du wirklich mit dir rumschleppst. Klingt ein bisschen altmodisch und oft auch leicht mitleidig oder ironisch, als wäre der Besitz eher überschaubar. Perfekt, wenn jemand mit zwei Taschen abhaut, umzieht oder nach ’nem Neustart aussieht. Nicht super Slang, aber schön umgangssprachlich. Hat was von Regen und Kartons.
Verwendungsbeispiele
"Beim Umzug fragten alle nach Möbeln, ich so: Nö, passt alles in den Rucksack. Handy, Zahnbürste, Pulli und das sind schon meine ganzen Habseligkeiten."
"Beim Umzug von der WG in Köln-Ehrenfeld in das neue Studio in Berlin-Neukölln fragten alle Freunde nach dem Sprinter für die Möbel der dreizehn Quadratmeter, ich packte alles in den Rucksack und in den Trolley vom Aldi, Handy, Zahnbürste, Pulli, und das sind schon meine ganzen Habseligkeiten gewesen."
"Der neue Mitbewohner zog mit zwei IKEA-Tüten am Sonntagabend in das alte Zimmer der WG in Hamburg-Altona ein, die anderen Bewohner erwarteten den Lastwagen mit Möbeln vom Eltern-Haus in Münster, und er erklärte stolz dass alle seine Habseligkeiten in die zwei Tüten der Tram passen."
"Nach der Trennung stand er mit seinen Habseligkeiten vor der Tür: ein Rucksack, 'ne Zimmerpflanze und null Plan für morgen."
"Mehr hab ich nicht dabei, nur meine Habseligkeiten. Laptop, zwei Shirts, Ladekabel, fertig ist der Wanderzirkus."
Woher es kommt
Das Wort ist alt und kommt von Habe für Besitz. Der zweite Teil hängt mit einer älteren Bildung zusammen, die Sammel- oder Zustandswörter formte. Habseligkeiten meinte schon früh das wenige persönliche Eigentum, oft mit einem Ton zwischen Mitleid, Wärme und leichtem Spott. Genau diese Färbung hat das Wort bis heute behalten.
Andere Arten, es zu sagen
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