Was es bedeutet

So sagt man auf Deutsch zu Kleidung, wenn man eben nicht förmlich daherreden will. Klamotten sind die Sachen, die man morgens vom Stuhl fischt, das Zeug, das in der Reisetasche zerknüllt rumliegt, das, was im Schrank dauernd Platz wegnimmt. Klingt nach Alltag, nach Wäschekorb, nach „mir egal ob Marke oder nicht", und genau deshalb steckt das Wort in jedem zweiten Gespräch übers Anziehen.

Verwendungsbeispiele

"Pack mal ein paar warme Klamotten ein, im Norden ist gerade richtig kalt geworden."
"Pack ein paar warme Klamotten ein, das Wochenende in Berlin wird kalt und regnerisch."
"Ich muss erst meine Klamotten vom Stuhl räumen, bevor du dich hinsetzen kannst."
"Zieh dir vernünftige Klamotten an, wir stehen nachher ewig draußen vorm Club."
"Meine ganzen Klamotten riechen noch nach Lagerfeuer von gestern, herrlich und bisschen räudig."
Tonfall
Liebevoll Witzig Jugendlich

Woher es kommt

"Klamotte" kommt sehr wahrscheinlich aus dem Rotwelschen und meinte früher eher Geröll, Bruchstücke oder wertlosen Kram. Im 19. Jahrhundert landete das Wort in der Berliner Umgangssprache und klebte dann erst an alten Sachen, später ganz normal an Kleidung. Aus dem leicht abwertenden Beigeschmack wurde im Alltag ein ziemlich normales Slangwort.

Andere Arten, es zu sagen

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