Was es bedeutet

Gedöns ist alles, was unnötig rumliegt oder extra Stress macht: Krimskrams, Deko-Klimbim, Papierkram, großes Tam-Tam. Du sagst das, wenn dir der Zusatzaufwand auf den Keks geht und du lieber straight zur Sache willst, ohne Schnickschnack. Ex-Kanzler Schröder hat’s bundesweit bekannt gemacht, im Norden war das Augenrollen-Wort aber längst schon Alltag.

Verwendungsbeispiele

"Ey, was ist denn das ganze Gedöns aufm Küchentisch? Girlanden, Glitzer, drei Sorten Servietten. Wir grillen doch nur im Garten. Stell das weg, sonst findet keiner mehr die Bratwurst."
"Mach nicht so ein Gedöns um die Deko, ein paar Kerzen reichen, der Rest steht eh nur im Weg."
"Ich will keinen großen Geburtstag, kein Gedöns, einfach Pizza, ein paar Leute und gut ist."
"Können wir bitte einfach losfahren und nicht erst noch das ganze Picknick-Gedöns sortieren? Zwei Flaschen Wasser reichen doch locker."
"Für den neuen Drucker musst du erst drei Formulare ausfüllen und dann auf 'nen Freischaltcode warten. Deutsches Bürokratie-Gedöns, ehrlich."
Tonfall
Ironisch Abwertend Übertrieben

Woher es kommt

Gedöns ist älter als die Schröder-Zeit und kommt aus dem Niederdeutschen. Verwandt ist es mit Wörtern wie Gedröns oder Gedröse, also mit Lärm, Gerede und aufgeblasenem Tamtam. Später wurde daraus im Standarddeutschen dieses schöne Augenroll-Wort für unnötigen Kram, Aufwand und Firlefanz.

Andere Arten, es zu sagen

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