Was es bedeutet
Firlefanz meint unnützes Zeug und überflüssigen Schnickschnack, der nett glitzert, aber im Alltag null bringt. Man sagt’s, wenn jemand sich in Kleinkram verheddert oder Geld für Deko, Gadgets und anderes Gedöns rausballert. Klingt absichtlich albern und wirkt oft leicht spöttisch, aber meistens mit einem Grinsen. Perfekt, um den inneren Kirmes-Käufer freundlich zu rügen, ohne gleich Stress zu machen.
Verwendungsbeispiele
"Ich wollte nur kurz übern Weihnachtsmarkt schlendern, zack: Nussknacker, Duftkerzen, blinkende Elch-Lampe. Freundin so: Wieder Firlefanz gekauft. Ich: Der Elch tanzt!"
"Spar dir den ganzen Firlefanz mit Schleifchen und Glitzer, eine schlichte Karte reicht völlig."
"Das Programm kann hundert Sachen, aber den halben Firlefanz braucht kein Mensch, ich will nur Texte schreiben."
"Kauf doch einfach den Wasserkocher und gut ist, ich brauch keinen WLAN-Firlefanz, der mir morgens Wetter vorliest."
"Auf dem Regal steht wieder so viel Firlefanz rum, einmal mit dem Ärmel gewackelt und das ganze Staubballett hebt ab."
Woher es kommt
Firlefanz ist kein neu zusammengebasteltes Spaßwort, das Ding läuft schon seit Jahrhunderten durchs Deutsche. Belegt ist es seit dem Frühneuhochdeutschen. Wahrscheinlich hängt es mit romanischen Formen wie virelai zusammen, also mit Tanzliedern und zierlichem Beiwerk. Am Ende blieb im Deutschen genau das Gefühl kleben: hübscher Tand, der mehr wackelt als nützt.
Andere Arten, es zu sagen
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