Was es bedeutet

Heißt so viel wie billiger Ramsch oder unnützer Kram, der mehr Staub sammelt als Freude macht. Der Ausdruck kommt aus dem Jiddischen und sitzt besonders im Rheinland und Ruhrpott locker auf der Zunge. Sagt man oft liebevoll-spöttisch, wenn jemand stolz seinen 1-Euro-Fund oder das kitschige Urlaubsmitbringsel auspackt, das schon beim Angucken wackelt.

Verwendungsbeispiele

"Der Kumpel kommt vom Trödel zurück, wedelt mit ner blinkenden Plastik-Uhr und ich sag nur: Lass den Tinnef da, die hält bis zur Haustür."
"Auf dem Trödelmarkt am Mauerpark verkaufen sie jeden Sonntag Tinnef für die Touristen, kaputte Walkman, Plastik-Mauer-Stücke und alte DDR-Briefmarken im Gefrierbeutel."
"Oma hat das halbe Wohnzimmer voller Tinnef vom Hawaii-Urlaub, Aschenbecher mit Glasfischen, Plastik-Blumenkränze und eine sprechende Ananas, die seit Jahren nicht mehr funktioniert."
"Pack den Tinnef bitte nicht auch noch auf die Fensterbank, wir haben hier schon genug Staubfänger mit Disco-Aura."
"Der Laden sieht schick aus, aber innen kriegste für teures Geld nur Tinnef, der nach zweimal Anfassen auseinanderklappt."
Tonfall
Witzig Abwertend

Woher es kommt

Tinnef kommt aus dem Jiddischen, wo tinnef wertloses Zeug, Schmutz oder Gerümpel meinte. Von dort ist das Wort ins Rheinland und in den Ruhrpott gewandert und sitzt bis heute locker im Alltag. Gemeint ist fast immer Krimskrams, Ramsch oder Krempel, der mehr rumsteht als irgendwem nützt.

Andere Arten, es zu sagen

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