Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Einfach, locker zu machen, kein Problem überhaupt: der schnelle Kommentar wenn etwas glatt läuft oder die Aufgabe sich als kürzer entpuppt als gedacht. Klingt nach Jugend-Englisch und ist es auch, kommt aus der Schule, dem WG-Zimmer und dem Klubabend ins Alltagsdeutsch der zwanzig- bis vierzigjährigen Großstadt, immer mit der lockeren Geste die zu dem Wort gehört.
Verwendungsbeispiele
"Deutsch war easy, aber Mathe war wieder Endgegner."
"Der neue Mitbewohner fragt ob ich morgens das Bad früher freigeben könnte, easy, ich stelle den Wecker zehn Minuten vorher und passe meine Routine an, weil er um halb sieben zur Arbeit muss am Sankt-Pauli-Pier."
"Drei Stunden Kalkulus-Prüfung an der TU München, easy, sage ich nach dem ersten Aufgabenblock, dann taucht die Integration durch Substitution auf der dritten Seite auf, und plötzlich ist mein Wortschatz auf hilf-mir-Gott geschrumpft."
Woher es kommt
Englischer Anglizismus, der seit den neunziger Jahren durch Hollywood-Filme und MTV ins deutsche Jugendsprache eingewandert ist. Das Wort hat das deutsche einfach in der Alltagskommunikation der Großstadt überholt, weil es einsilbig, lässig und mit der richtigen Schulterzucker-Geste mitgeliefert kommt: kein Drama, alles geht, locker bleiben unter Studenten und Frischlingen im Berufsleben.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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