Was es bedeutet
Meint die imaginäre Küche, in der Klatsch, Halbwissen und Vermutungen zu einer Story zusammengekocht werden. Typisch im Büro, im Verein oder im Gruppenchat, wenn aus einem Blickkontakt gleich ein Beziehungsdrama wird. Wenn die Gerüchteküche brodelt, gilt: Fakten sind selten, aber die Fantasie hat Volldampf. Wird oft auch in Medien benutzt.
Verwendungsbeispiele
"Kaum bin ich im Büro, flüstert schon jeder: Die Gerüchteküche brodelt — der Chef war nett. Zack, planen alle Beförderung oder Kündigungswelle."
"Seit Annika in Berlin wohnt, brodelt die Gerüchteküche im Dorf jeden Sonntag in der Bäckerei."
"Eine WhatsApp, ein Screenshot, drei Sprachnachrichten, schon kocht die Gerüchteküche auf voller Flamme."
Woher es kommt
Das Bild kommt aus der Metaphernküche der deutschen Mediensprache der achtziger Jahre. Klatsch wurde lange schon gekocht, gebrüht und aufgewärmt, dann setzte sich Gerüchteküche als handlicher Sammelbegriff durch. Heute steht das Wort fest im Wortschatz von Boulevard, Büroflur und Familienchat. Wenn sie brodelt, weiß jeder Bescheid, auch ohne dass eine Quelle genannt würde.
Andere Arten, es zu sagen
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