Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Gemütlich ist gemütlich, aber noch eine Spur wienerischer. Gemütlich kann jeder. Gemütlich ist ein Gefühl. Beispiele? Bei uns daheim ist so gemütlich. Couch, Decke, Tee und der Fernseher rennt im Hintergrund. Mehr brauche ich nicht, außer vielleicht ein Bier und ein Kipferl."

Was es bedeutet

Gmiadlich ist gemütlich, aber mit mehr Wien drin. Nicht nur bequem, sondern so, dass die Welt draußen ruhig weiter spinnen kann, und du bleibst trotzdem entspannt. Gmiadlich ist Sofa, Decke, Kaffeehaus-Tempo, kein Hudln, kein Stress. Es ist das Gegenteil von Hektik und irgendwie auch ein kleines Statement gegen jeden Montag.

Verwendungsbeispiele

"Couch, Decke, Melange, Regen am Fenster. Heut mach ma gmiadlich und lassen die andern draußen sudern, passt eh."
"Machen wir's uns gmiadlich, Decke, Kaffee und kein Termin am Sonntag."
"Im Beisl sitzt man gmiadlich stundenlang und keiner drängt dich zum Gehen."
Tonfall
Liebevoll Zärtlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Ist schlicht das wienerische gemütlich, lautmalerisch breit gezogen. Aber gmiadlich ist mehr als bequem: es heißt, die Welt darf draußen weiterhetzen, während man selbst in aller Ruhe sitzen bleibt, kein Hudeln, kein Stress, reines Kaffeehaus-Tempo.

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