Was es bedeutet
Heißt stockbesoffen, so voll, dass du beim Späti schon beim Bezahlen schwankst. In Berlin sagt man gern einfach ich bin hacke oder hacke dicht, wenn das Feierabendbier eskaliert ist. Klingt kurz, rotzig und passt perfekt zu Nächten, die mit einer Runde anfangen und in der U-Bahn enden. Nicht besonders elegant, aber sehr ehrlich.
Verwendungsbeispiele
"— Bro, nach dem dritten Wegbier vom Späti war ich komplett hacke und hab am Kotti versucht, den Fahrplan zu umarmen. — Stabil, Alter."
"Der Kollege aus dem Marketingteam war am Freitagabend nach dem Quartalstreffen der Firma im Bar des Hotel Adlon am Pariser Platz komplett hacke, drei Cocktails der Cocktailkarte des Bars, zwei Bier der Pils-Stationen der Lounge, und ein letzter Wodka des Stammlokals des Mitarbeiters am Hackeschen Markt vor der Heimreise."
"Hacke dicht waren die drei Studenten der Berliner Filmakademie auf dem Rückweg von der Premiere des Kurzfilms des Sommerprojekts im Kino International an der Karl-Marx-Allee, hatten den Sekt der Empfangshalle zu schnell ausgetrunken und die Wodkacocktails der Bar des Premierenfestes zu lange beobachtet."
Woher es kommt
Hacke in der Bedeutung stockbetrunken ist eine berlinerische Kontraktion des Adjektivs hackedicht, dessen erste Komponente das Substantiv Hacke darstellt, im niederdeutschen Sprachgebrauch des achtzehnten Jahrhunderts als robustes Bauwerkzeug bezeichnet. Die metaphorische Übertragung des massiven Schlages der Hacke auf das körperliche Übermaß des Bieres ist im Berliner Vorstadtdialekt der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts dokumentiert, als die Mietskasernen der Arbeiterviertel die Wirtshauskultur des Feierabends prägten. Die Kurzform hacke ohne das angehängte dicht hat sich in den letzten dreißig Jahren in der Sprache der Berliner Twens etabliert, ohne in das hochdeutsche Standardwörterbuch eingegangen zu sein.
Andere Arten, es zu sagen
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