Stimmen von der Straße
"Der Hutscher ist der Schnuller fürs Baby. Bienerisch klingt einfach niedlicher. Schnuller ist zu technisch. Hutscher ist Liebe. Beispiel, das Baby hat einen Hutscher verloren. Die ganze Biene hat gesucht. Am Ende hat er es unterm Sitz gelegen. Das Baby hat geschrien wie ein Schlosshund."
Was es bedeutet
Ein Hutscher ist der Schnuller für ein Baby.
Verwendungsbeispiele
"„Oida, wo is da Hutscher hin?“, fragt’s die Mama, „ohne den schreit’s Kleine glei wie a Schlosshund.“"
Woher es kommt
Aus dem österreichischen Deutsch hutscher (Schnuller für Säuglinge), abgeleitet vom Verb hutschen (schaukeln, wiegen) im Wiener Dialekt, attestiert in der Wiener Volkssprache seit dem neunzehnten Jahrhundert. Der Begriff ist eine Wiener Eigenheit und unterscheidet sich von den entsprechenden deutschen Dialektwörtern Nuckel im Norddeutschen, Schnulli im Süddeutschen und Tutel im Schwäbischen. Der Hutscher gehört zum festen Vokabular der Wiener Familiensprache und wird im Alltag von Müttern, Großmüttern und Tagesmüttern der dritten Generation der österreichischen Kinderbetreuung beim Spaziergang im Wiener Schönbrunn-Park, im Volksgarten und im Augarten verwendet.
Editoren dieses Begriffs
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