Was es bedeutet

Morgenmuffel nennt man Leute, die vor dem ersten Koffein eher Kulisse sind als Gesprächspartner. Vor neun kommt höchstens ein Brummen, alles andere ist Overload. Typisch sind miese Laune, null Smalltalk und der Blick wie Novemberregen. Mit der ersten Tasse Kaffee taut das Wesen langsam auf, nach der zweiten ist wieder Mensch im System. Haben wir alle schon in der WG gesehen.

Verwendungsbeispiele

"Im Büro: Moin. Er starrt nur ins Leere. Ich so: Alles gut? Er schiebt mir wortlos die Tasse hin. Nach zwei Tassen Kaffee sagt er: Sorry, war noch im Ladebildschirm."
Tonfall
Witzig Zärtlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Zusammensetzung aus dem deutschen Substantiv Morgen (die Tageszeit zwischen Tagesanbruch und Mittag, vom althochdeutschen morgan, attestiert seit dem neunten Jahrhundert) und Muffel (mürrische, missgelaunte Person, vom mittelhochdeutschen muffeln "leise vor sich hin grummeln"). Der Morgenmuffel hat sich im umgangssprachlichen Deutsch der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts als feste Bezeichnung für die Person etabliert, die vor dem ersten Kaffee oder dem ersten Espresso der dritten Reihe der Familienküchen-Routine kaum ansprechbar ist und nur mit Brummeln, schiefen Blicken und Einsilbigkeit reagiert. Die Wendung gehört zum festen Vokabular der deutschen Familienkommunikation der dritten Generation der WG-Wohngemeinschafts-Kultur und der Bürokollektive.

Andere Arten, es zu sagen

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Theorie ist ja schön und gut... aber was uns Magikitos richtig abgeht, ist echte Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Deswegen sammeln wir Sprachnachrichten, die uns Leute per WhatsApp schicken, in denen sie den Ausdruck mit einem echten Beispiel aus dem Alltag benutzen!

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