Stimmen von der Straße
"Wiener Blut ist nicht nur ein Walzer von Johann Strauß, sondern eine Lebenseinstellung. Ein bisschen grantig, ein bisschen gemütlich, aber immer mit Schmäh. Beispiel, er sitzt im Café aus, trinkt seine Melange, liest die Zeitung und sudet über die Politik. Die Kellnerin sagt, sie sei ein echter Wiener. Ja, freilich, Wiener Blut. Das ist ein Geschenk und eine Flucht zugleich."
Was es bedeutet
Wiener Blut ist mehr als nur ein Walzer, das ist diese Wiener Mischung aus Gemütlichkeit, Schmäh und einem Hauch Grant, die trotzdem charmant bleibt. Du sitzt im Kaffeehaus, tust beschäftigt, bestellst a Melange, suderst kurz über die Welt und findest sie dann doch wieder leiwand. Es ist Stolz und Ironie zugleich, wie ein Augenzwinkern mit Mantelkragen.
Verwendungsbeispiele
"Er sitzt im Kaffeehaus, liest die Zeitung, sudert über alles, bestellt noch a Melange und sagt dann trocken: Freilich, des is Wiener Blut, i bleib trotzdem gmiadlich."
"Sie sudert über alles und findet's dann doch leiwand, echtes Wiener Blut."
"Mit so viel Charme und Schmäh durchs Leben, das ist Wiener Blut."
Woher es kommt
Der Ausdruck wurde durch den Strauß-Walzer Wiener Blut berühmt und steht für das typisch wienerische Temperament: Gemütlichkeit, Schmäh und ein Schuss Grant, alles mit Charme verpackt. Es ist Stolz und Selbstironie in einem.
Andere Arten, es zu sagen
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