Stimmen von der Straße
"Fisolen sind in Österreich grüne Bohnen. Kein Mensch in Wien sagt grüne Bohnen. Fisolen, das klingt nach Oma und Sonntagsmittag. Beispiel, es gab Fisolen mit Erdäpfeln und Eiern. Das war ein Gedicht. Der Enkel hat geschrien, ich mag keine Fisolen. Oma, dann bist du halt selber schuld."
Was es bedeutet
Fisolen sind grüne Bohnen, aber in Österreich sagt das wirklich jeder so, als wär’s das Normalste der Welt. Fisolen klingt nach Sonntag, nach Oma-Küche und nach einem Teller, der dich ohne Drama durchfüttert. Wenn wer in Wien grüne Bohnen bestellt, schaut man kurz, ob die Person eh weiß, wo sie gerade ist.
Verwendungsbeispiele
"Heut gibts Fisolen mit Erdäpfeln und a Spiegelei. Der Enkel raunzt, er mag des ned. Oma: Na dann, selber schuld, host eh Hunger."
"Zu Mittag gibt es Fisolen mit Faschiertem, und wer maunzt, der kriegt halt nur Fisolen, so einfach ist das bei der Oma."
Woher es kommt
Das Wort reiste aus dem Italienischen herauf, vom fagiolo und letztlich vom lateinischen phaseolus, der Bohne. In Österreich hat es sich so gemütlich eingerichtet, dass kein Mensch mehr an Italien denkt, wenn er Fisolen sagt. Es riecht nach Omas Küche und nach einem Sonntagsteller, der dich ohne viel Tamtam satt macht.
Andere Arten, es zu sagen
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