Stimmen von der Straße
"Zwetschge ist die längliche dunkle Pflaume, nicht die runde. Bei Zwetschgen macht man Povidl, die Marmelade und Zwetschgenknödel draus. Beispiel im Herbst fallen die Zwetschgen vom Baum. Dein Nachbar hat sich den Buckelkrum gesammelt und dann hat er einen Zwetschgenknödel so groß wie ein Flussberg gemacht."
Was es bedeutet
Eigentlich ist’s die Pflaume, aber als Spruch taugt Zwetschge in Franken auch für einen Menschen, der ein bissl schräg tickt. Nicht bös gemeint, eher so ein liebenswerter Sonderling, der seinen eigenen Film fährt und trotzdem gscheid nett ist. Klingt schon beim Sagen nach Unfug, drum bleibt’s meistens bei einem Grinsen.
Verwendungsbeispiele
"Am Kiosk in Nürnberg: Der Sepp is a richtige Zwetschge, der grüßt jede Zimmerpflanze und wartet ernsthaft, bis sie zurücknickt."
"Der alte Nachbar ist so eine Zwetschge, er grüßt jeden Gartenzwerg mit Namen und gießt sie bei Hitze gleich mit."
Woher es kommt
Eigentlich die Pflaume, vom lateinischen davascena. In Franken und Bayern wurde daraus der gutmütige Spruch für einen schrulligen Sonderling, der seinen eigenen Film fährt.
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