Was es bedeutet
Frech, vorlaut, mit großer Klappe. Wer goschert ist, nimmt kein Blatt vor den Mund und haut raus, was andere sich nur denken. Kann bewundernd gemeint sein, weil Schlagfertigkeit in Wien geschätzt wird, oder als Kritik, wenn jemand zu weit geht. Die Goschn ist der Mund, und wer eine goscherte hat, der redet halt zu viel und zu laut.
Verwendungsbeispiele
"Die Kleine is so goschert, die hat dem Lehrer ins Gsicht gsagt, dass sein Unterricht fad is. I war stolz und entsetzt gleichzeitig."
"Die neue Kollegin ist ordentlich goschert, sie hat dem Chef in der ersten Woche seine Lieblingsidee zerlegt."
"Mein Onkel war so goschert, dass er sich mit dem Bürgermeister vor der ganzen Wirtshausrunde angelegt hat."
Woher es kommt
Bairisch-österreichisches Adjektiv aus dem Substantiv "Gosch" (Maul, Mund, in deftiger Diktion), das wiederum aus dem Mittelhochdeutschen "gosche" stammt. Wer "goschert" ist, hat ein großes Maul und nimmt kein Blatt davor: schlagfertig, frech, manchmal vorlaut. In Wien wird die Eigenschaft eher mit Respekt belegt als verurteilt, denn der goscherte Wiener gewinnt jede Diskussion am Stammtisch.
Andere Arten, es zu sagen
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