Stimmen von der Straße

Marcel · Schweiz
"Leck du mir. Ausdruck für Staunen, Überraschung oder Unglauben. Beispiel, mein Kollege hat mir erzählt, dass er in einer Woche drei Prüfungen bestanden hat. Und ich habe nur gesagt, leck du mir, weil ich nicht mal weiß, wie er das täglich geschafft hat."

Was es bedeutet

Heißt so viel wie wow, ernsthaft, das glaub ich jetzt nicht. In der Schweiz kommt das raus, wenn dich etwas richtig überrascht, positiv oder ungläubig. Klingt ein bisschen wie ein kleiner Zungenschnalzer mit Meinung. Passt im Büro, am Stammtisch oder wenn jemand plötzlich drei Prüfungen in einer Woche durchzieht mal.

Verwendungsbeispiele

"Läck du mir, dä het i einer Wuche drü Prüfige packt, und mir schaffed nöd mal, e Zmittag abzmache ohne Chat-Chaos"
"Läck du mir, hesch wirkli e Wohnig in de Niederdorfstrass gfunde?"
"Läck du mir, das Konzärt vo gester wird mir no lang im Chopf bliibe, das war absolut chrass."
Tonfall
Übertrieben Bewundernd
Wo man es sagt

Woher es kommt

Schweizerdeutsche Verkürzung des derberen "leck du mir am Arsch", elidiert zur dezenteren Reaktion auf eine überraschende Nachricht. Die Phrase folgt der Schweizer Vorliebe für Andeutungen statt Vollausführung, und schwankt zwischen begeistertem Staunen ("läck du mir, das hesch grad gschafft!") und ungläubigem Spott ("läck du mir, das söll ich glaube?"). Funktioniert im Kanton Bern wie im Kanton Aargau.

Andere Arten, es zu sagen

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