Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Bedeutet, dass du dich blöd anstellst oder was sagst, das so gar keinen Sinn macht, und danach fühlst du dich wie ein unbeholfener Statist im eigenen Film. Horst ist dabei kein echter Typ, eher ein frecher Platzhalter für Selbst Roast. Klingt hart, ist meistens Humor, damit man’s schneller abschüttelt.
Verwendungsbeispiele
"I wollt geschniegelt wirken, hau aber im Meeting an Schmarrn raus, alle schaun komisch. Zack, i hab mi komplett zum Horst gmacht."
"Mei Kollege hat sich auf der Weihnachtsfeier vom Sportverein in München-Sendling völlig zum Horst gemacht, er ist auf das Karaoke-Mikrofon getreten und hat dreißig Sekunden lang die Strophe vom Bayernhymnus auf Hawaiianisch gesungen, ohne den Refrain zu kennen."
"Hab mi gestern bei der Bewerbung um die freie Wohnung in der Maxvorstadt komplett zum Horst gemacht, hab dem Vermieter erzählt, dass ich keine Haustiere habe, dabei stand mein Hund hinter mir auf dem Flur und bellte zur Begrüßung den Hund vom Nachbarn."
Woher es kommt
Sich zum Horst machen ist eine bayerische Variante des Klassikers sich zum Affen machen, in der der Vorname Horst als ironischer Platzhalter eingesetzt wird. Der Name Horst war im Bayern der fünfziger und sechziger Jahre einer der häufigsten Männervornamen, und die Generation der neunziger Jahre hat ihn als Synonym für den durchschnittlichen, leicht spießigen Mann gewählt, der nichts richtig kann. Die Wendung ist im Jugendslang süddeutscher Großstädte wie München, Augsburg und Regensburg etabliert, mit dem Augenzwinkern gegen die Generation der Väter.
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