Was es bedeutet
Winterspeck ist das kleine Polster, das man sich in der dunklen Jahreszeit anfrisst, weil’s draußen kalt ist und drinnen Glühwein, Raclette und Plätzchen warten. Passiert gern zwischen November und März und wird mit Energiespeicher schön geredet. Sobald die Sonne rauskommt, wird gejammert, und ab Montag will plötzlich jede:r joggen. Klingt jedenfalls gemütlicher als Gewichtszunahme.
Verwendungsbeispiele
"Hab mir übel Winterspeck angefuttert. Wie viel denn? Drei Kilo. Digga, das ist kein Winterspeck, das sind Weihnachtsplätzchen im Mehrfamilienpack, direkt auf Hüfte eingezogen."
"Nach den Feiertagen sitzt der Winterspeck fest, jetzt heißt es wieder Treppe statt Aufzug und Apfel statt Plätzchen."
"Seit Dezember leb ich auf Plätzchenbasis, der Winterspeck hat schon still die Wohnung übernommen."
"Ist kein Bauch, ist Winterspeck mit Saisonvertrag. Ab April wird dann wieder groß rumgejammert."
"Seit dem Weihnachtsmarkt-Marathon wohn ich offiziell mit meinem Winterspeck in einer Zweck-WG."
Woher es kommt
"Winterspeck" ist eine transparente Neubildung aus "Winter" und "Speck". Das Wort ist im Deutschen schon länger als scherzhafte, selbstironische Bezeichnung für die paar Kilo extra im Winter im Umlauf. Gemeint ist kein medizinischer Begriff, sondern gemütliches Alltagsgerede über Feiertage, schweres Essen und Bewegungsfaulheit bei Kälte.
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