Stimmen von der Straße
"Das Beisel ist die Wiener Kneipe. Nicht schick, nicht hip, sondern einfach ehrlich. Da hängen die Vorhänge seit 1970 und der Wirt heißt Leopold. Also, lass ins Beisel gehen, sagt er. Ich frag welches. Na das, wo der Leopold die Rechnung noch mit dem Bleistift schreibt. Das ist ein Beisel."
Was es bedeutet
Meint ein kleines, bodenständiges Wirtshaus, wo’s eher nach Schnitzel, Bier und Spritzer riecht als nach Schickimicki. Im Beisl sitzt der Stammtisch wie festgetackert, der Wirt kennt deinen Namen und die G’schichtln werden mit jedem Glas besser. Kann geschniegelt oder leicht abgeranzt sein, Hauptsache gemütlich und echt. Dort wird g’redt, g’lacht und manchmal sudert man gemeinsam über die Welt.
Verwendungsbeispiele
"— Gehn ma ins Beisl ums Eck? — Fix, Oida. Beim Wirt mit’m Schnauzer gibts an Spritzer und a leiwandes Schnitzel. Bin um sieben dort."
"Nach der Arbeit treffen wir uns im Beisl ums Eck, ein Spritzer, ein Schnitzel, und der Wirt erzählt schon die nächste Geschichte, bevor wir sitzen."
Woher es kommt
Vom jiddischen bajis, das Haus, übers Wienerische zum kleinen, gemütlichen Wirtshaus geworden. Das Beisl ist die bodenständige Stammkneipe, wo der Wirt deinen Namen kennt.
Andere Arten, es zu sagen
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