Was es bedeutet
Gschamig heißt, dass dir was peinlich ist oder du dich vor lauter Bescheidenheit am liebsten wegduckst. Typisch, wenn dir wer ein Kompliment macht und du gleich rot wirst, statt groß aufzutrumpfen. Dialektform von schamig, also voller Scham. Klingt weich, ist aber eindeutig: Jetzt bitte nicht weiter auf mir herumloben.
Verwendungsbeispiele
"Heast, du schaust heut richtig fesch aus, lobt die Tante am Salzburger Wohnzimmertisch. Na geh, red ned so, i werd ja ganz gschamig, antworte ich verlegen, gib ma lieber a Kaffee, sonst werd i rot wie eine Tomate vom Markt."
"Bei der Preisverleihung im Salzburger Festspielhaus wurde die junge Sopranistin gschamig vor lauter Applaus, hat den Blick auf die roten Schnürsenkel der Schuhe gerichtet, und der Bürgermeister musste sie zweimal aufrufen um den Pokal von der Bühne abzuholen am Abend."
"Mein Onkel im Lungau ist gschamig wenn er ein Kompliment fürs Frühstück bekommt, dreht den Blick zur Geranie am Küchenfenster, murmelt ein knappes danke und schenkt schnell den Kaffee nach um den Augenblick eleganter Verlegenheit irgendwie vorbeigehen zu lassen."
Andere Arten, es zu sagen
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