Stimmen von der Straße
"Peinlich ist, wenn etwas unangenehm ist. Ich habe gestern jemanden gewunken, der gar nicht mich gemeint hat. Stand ich da mit erhobener Hand und habe gemerkt, ey, das ist gerade richtig peinlich. Am liebsten wäre ich im Boden versunken."
Was es bedeutet
Wenn dir was Unangenehmes passiert und du innerlich sofort den Wunsch hast, unsichtbar zu werden. Kann von Fremdscham bis Eigen-Fail alles sein, vom falschen Namen bis zur Handbewegung ins Nichts. Wird auch als kurzer Kommentar benutzt, wenn jemand sich komisch gibt: peinlich, lass gut sein.
Verwendungsbeispiele
"Er winkt quer durch den Laden, aber die Person kennt ihn gar nicht. Dann checkt er’s, wird rot und murmelt nur: boah, peinlich."
"Mir war es so peinlich, dass ich den falschen Namen gesagt habe."
"Vor der ganzen Klasse zu stolpern war richtig peinlich."
"Ich bin zur Lehrerin aus Reflex Mama genannt. Bruder, peinlich hoch zehn."
"Er macht vor allen auf locker, stolpert über seinen eigenen Spruch und alle denken sich nur: peinlich."
Woher es kommt
Peinlich hängt historisch mit Pein zusammen, also mit Schmerz und Qual. Früher meinte peinlich eher etwas Strafendes oder Qualvolles. Im heutigen Deutsch ist daraus das soziale Aua geworden, dieses fiese Schamgefühl, wenn du innerlich zerknitterst und am liebsten sofort im Boden verschwinden würdest.
Andere Arten, es zu sagen
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