Stimmen von der Straße
"Das Kipferl ist das Hörnchen, also das Gepäck, nicht das Croissant. Das echte Wiener Kipferl ist kleiner, knuspriger und besser. Beispiel, zum Frühstück ein Kipferl mit Butter und einer Melange. Das ist der perfekte Start. Sagt der Kellner, sonst noch was? Er, na, ich will ja nicht platzen."
Was es bedeutet
Ein Kipferl ist das klassische österreichische Hörnchen zum Kaffee: schlicht, aber genau deshalb gefährlich gut. Außen leicht bröselig, innen ein bissl butterig, und im Wiener Kaffeehaus quasi Standardbeilage zum Verlängerten. Viele tunken’s gern, bis die Ecke weich wird. Und dann gibt’s noch die alte Erzählung, das Croissant sei nur die französische Version davon.
Verwendungsbeispiele
"Kaffeehaus ums Eck: I hätt gern a Kipferl zum Verlängerten. Kellner: Mit oder ohne Marmelade? I: Mit, sonst kann i glei wieder hamgeh."
"Im Wiener Kaffeehaus tunkt die Großmutter ihr Kipferl so lange in den Verlängerten, bis die Ecke weich wird und fast in die Tasse plumpst."
Woher es kommt
Vom mittelhochdeutschen kipfe, dem hörnchenförmigen Gebäck. Das Kipferl ist die österreichische Standardbeilage zum Kaffee, und die Sage will, das Croissant sei bloß seine französische Verwandtschaft.
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