Was es bedeutet
Heißt, dass hinter verschlossenen Türen gemauschelt und geschoben wird, bis am Ende doch wieder der Kumpel oder Cousin den Zuschlag kriegt. Nach außen wirkt alles geschniegelt, aber drunter riecht’s nach Absprachen, Vetternwirtschaft und Gefallen gegen Vorteile. Liegt nah an Klüngel oder Mauschelei und bringt sofort dieses Gefühl von: Da läuft was, nur nicht fair. Wird gern über Politik, Vereine und Ämter gelästert, wenn wieder alles unter der Hand läuft.
Verwendungsbeispiele
"Wie kommt Kevin ohne Plan an die Stelle im Amt? Ach komm, das war Kungelei. Der kennt den Abteilungsleiter vom Stammtisch, und schwupps ist die Ausschreibung weg."
"Bei der Auftragsvergabe gab es wieder mal Kungelei, der Sohn vom Bürgermeister hat das Bauprojekt bekommen."
"Im Verein riecht es nach Kungelei, alle Vorstandsposten sind plötzlich an dieselbe Familie gegangen."
Woher es kommt
Substantivierung des Verbs "kungeln", das aus der norddeutschen Umgangssprache stammt und ursprünglich heimliches Handeln oder Schachern auf dem Markt bezeichnete. Im politischen Wortschatz hat sich der Ausdruck seit den 1970er Jahren als Synonym für Mauschelei und Vetternwirtschaft eingebürgert, oft in Schlagzeilen über kommunale Vergaben oder Postenbesetzungen.
Andere Arten, es zu sagen
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