Stimmen von der Straße
"Leberkäs ist kein Käse und keine Leber sondern eine Fleischbrätmasse aus fein gehacktem Fleisch. Eine Leberkässemmel ist das Wiener Fastfood schlechthin. Beispiel. Er steht am Würstchenstand und sagt a Leberkässemmel wie ein Gurkerl. Der Verkäufer, Senf oder Creme. Er, beides. Ich bin ja nicht depper."
Was es bedeutet
Klassiker aus der Warmtheke: ein gebackener Fleischlaib aus fein gekuttertem Brät, der trotz Namen weder Leber noch Käse braucht, um glücklich zu machen. Im Semmerl oder in der Semmel wird er zur Leberkässemmel, am liebsten mit süßem Senf. Funktioniert als Frühstück, Katermedizin und Mitternachtssnack, wenn sonst nix mehr geht. Und ja, eine dicke Scheibe ist Pflicht.
Verwendungsbeispiele
"Servus, i brauch a Leberkässemmel, gscheid dick. Die Verkäuferin: Mit Senf? I: Süßem, logisch. Hinter mir will wer Ketchup, da raunzt der Opa: Blasphemie!"
"Auf dem Heimweg holt er sich noch schnell eine warme Leberkässemmel mit süßem Senf und ist damit für den Rest des Abends glücklich."
Woher es kommt
Trotz des Namens steckt weder Leber noch Käse drin, der Begriff kommt vom altbairischen Laib, dem gebackenen Fleischlaib. Aus der Warmtheke ist er als Leberkässemmel die liebste Zwischenmahlzeit Süddeutschlands und Österreichs.
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