Was es bedeutet
Papagei sagt man, wenn jemand nur nachplappert, statt selber zu denken. Das ist kein Kompliment, eher ein kleiner Seitenhieb auf Leute, die jede Meinung vom Chef, aus TikTok oder vom Stammtisch eins zu eins wiederholen. Passt auch für Kollegen, die im Meeting jedes Buzzword kopieren, als hätten sie’s erfunden. Kurz: viel Echo, wenig Hirn.
Verwendungsbeispiele
"Chef labert was von Effizienz, und Timo plappert’s direkt im Meeting nach, als wär’s seine Idee. Alle gucken nur und denken: okay, Papagei."
"Im Team-Meeting plappert Stefan jeden Buzzword vom CEO eins zu eins nach, das ganze Großraumbüro denkt nur, dass die Papagei-Methode irgendwann auffliegt."
"Meine Schwester wird zum Papagei, sobald sie einen Reels-Sound hört, sie wiederholt den Satz drei Tage lang, in jeder WhatsApp, bei jedem Familienessen."
Woher es kommt
Das deutsche Wort kommt über mehrere Sprachstationen aus dem arabisch-persischen Bereich, wo Papageien schon im Mittelalter bekannt waren. Vogel als Bild für Nachgeplapper ist genauso alt: ein Tier, das Worte aussprechen kann ohne den Sinn zu verstehen, war für die Sprache ein gefundenes Fressen. Heute hängt der Spitzname an jedem, der nur kopiert.
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