Was es bedeutet

Schwarzarbeit, also Arbeit ohne Rechnung und am Finanzamt vorbei. Pfuschen ist in Österreich ein eigenes Wirtschaftssystem: Der Handwerker kommt abends oder am Wochenende, macht's billiger und beide grinsen. Offiziell illegal, inoffiziell so verbreitet wie Germknödel beim Skifahren. Wer jemanden auf Pfusch engagiert, spart Geld und lebt gefährlich. Jeder kennt wen, der wen kennt, der das macht.

Verwendungsbeispiele

"Der Hubert macht dir des Bad auf Pfusch, aber sag's keinem. Wenn der vom Finanzamt des mitkriegt, gibt's Theater. Dafür sparst dreißig Prozent."
"Die Renovierung war reiner Pfusch, nach zwei Wochen bröckelte schon der Putz."
"Das ist doch Pfusch, die Fliesen sind alle schief verlegt."
Tonfall
Ironisch Abwertend
Wo man es sagt

Woher es kommt

Stammt vom Verb pfuschen, also schludrig und unsachgemäß arbeiten. Pfusch ist entsprechend hingerotzte, schlampige Arbeit, bei der nichts richtig sitzt: die windschiefe Regalwand, die undichte Leitung, der Murks vom Heimwerker. Pfusch am Bau ist der Klassiker. Im österreichischen Sprachraum schwingt auch die Schwarzarbeit mit, aber im Kern meint es schlechte, oberflächliche Handwerksarbeit.

Andere Arten, es zu sagen

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