Was es bedeutet
Tagedieb nennt man jemanden, der den Tag gefühlt stiehlt, weil er lieber rumgammelt, statt irgendwas zu wuppen. Klingt ein bisschen altmodisch, wird aber bis heute gern ironisch benutzt, wenn wer im Jogger auf dem Sofa festklebt und stolz aufs Nichtstun ist. Meist eher spöttisches Sticheln als echte Bosheit, so ein kleiner Seitenhieb auf Prokrastination.
Verwendungsbeispiele
"Und, was hast du heute geschafft? Ich? Nix. Voll Tagedieb-Modus: bis mittags pennen, dann Kaffee, bisschen doomscrollen und so tun, als wär’s Produktivität."
"Statt zu helfen, hängt er als Tagedieb in der Hängematte."
"Du alter Tagedieb, hast du den ganzen Tag wieder nichts geschafft?"
Woher es kommt
Setzt sich zusammen aus Tag und Dieb. Der Tagedieb ist im Bild jemand, der dem lieben Gott den Tag stiehlt, also die kostbare Zeit ungenutzt vertrödelt, statt etwas Sinnvolles zu tun. Es ist ein altmodisch-tadelndes Wort für den Müßiggänger und Faulenzer, der die Stunden mit Nichtstun verbummelt, halb gescholten, halb belächelt für seine ausgiebige Faulheit.
Andere Arten, es zu sagen
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