Was es bedeutet
Meint das Gesicht, meistens als Fresse mit Grant oben drauf. Wenn wer dauernd schmollt oder deppert reinschaut, kriegt er schnell ein Zieh ned so a Gfrieß. Ist derb, aber kein Hardcore-Schimpf, eher ein genervter Kommentar unter Leuten, die sich kennen. Passt super, wenn die Stimmung so finster ist wie der Kaffee von gestern.
Verwendungsbeispiele
"Heast, schau ned so a Gfrieß, wir san doch nur im Stau. Host a Zitrone gfrühstückt? Na, i bin bloß grantig, passt scho."
"Mach net so a Gfrieß, nur weil es heut regnet, wir machen es uns halt drinnen mit Karten und Kaffee gemütlich."
"Jetzt mach doch ned so a Gfrieß, wir gehen eh nur fünf Minuten zu spät los."
"Der Kellner hat vielleicht a Gfrieß zogen, als hätt ihm wer den Feierabend persönlich geklaut."
"Heast Oida, warum ziehst denn so a Gfrieß, es is Freitag und das Bier is eh schon kalt."
Woher es kommt
Gfrieß ist ein bairisch-österreichisches Dialektwort für Gesicht oder Miene und hängt mit älteren süddeutschen Formen wie Gfries zusammen. Gemeint ist fast nie das neutrale Antlitz, sondern eher die verzogene, grantige oder unsympathische Fresse. Das Wort trägt den schlechten Laune-Schatten also schon direkt mit im Gepäck.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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