Stimmen von der Straße

Hanna · Bayern
"Ein rechter Schmorn. Schmorn bedeutet Unsinn. Heute habe ich was probiert und es ist komplett schief gegangen. Und ich habe mir gedacht, das ist ja ein rechter Schmorn. Warum habe ich das überhaupt gemacht?"

Was es bedeutet

Schmarrn ist der bayerische Allzweck-Stempel für Blödsinn, Quatsch und windige Ausreden. Du hörst es als Ausruf So a Schmarrn oder in der Kombi Schmarrn redn, wenn jemand wieder große Geschichten auftischt. Klingt derb, ist aber oft eher genervt-ironisch als richtig beleidigend. Passt im Wirtshaus, im Büro und am Spielfeldrand, sobald einer übertreibt. Wenn’s ganz kurz sein soll, reicht ein trockenes Schmarrn, und jeder weiß Bescheid.

Verwendungsbeispiele

"— Du, i investier mei Erspartes in Magic-Bohnen, des macht mi reich. — Red koan Schmarrn, kauf da lieber a Brezn und bleib am Boden."
"Erzähl keinen Schmarrn, das kann doch gar nicht stimmen."
"Was für ein Schmarrn steht denn da schon wieder in der Zeitung."
Tonfall
Witzig Abwertend

Woher es kommt

Stammt vom bairisch-österreichischen Schmarren, einer in Stücke zerstoßenen Mehlspeise wie dem Kaiserschmarrn. Aus dem zerbröselten Durcheinander auf dem Teller wurde im übertragenen Sinn das wertlose Zeug: ein Schmarrn ist Unsinn, Blödsinn, dummes Gerede. Red keinen Schmarrn heißt schlicht erzähl keinen Quatsch. Vom Süden aus hat sich das Wort längst im ganzen deutschen Sprachraum als Ausruf für Unfug eingebürgert.

Andere Arten, es zu sagen

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