Was es bedeutet
Schneckentempo heißt einfach: Es geht absurd langsam vorwärts. Sagt man bei Stau, an der Kasse, in der Schlange oder wenn jemand so bummelt, dass man innerlich schon komplett woanders wohnt. Das Wort ist leicht genervt, oft auch lustig gemeint, und malt sofort dieses zähe Vorankriechen aus.
Verwendungsbeispiele
"Wir rollen im Feierabendstau im Schneckentempo Richtung Ausfahrt. Neben uns kriecht ein Lieferwagen, der Fahrer winkt schon rüber. Sogar die Taube am Seitenstreifen guckt genervt."
"Die Schlange am Schalter ging im Schneckentempo voran, ich stand fast eine Stunde an."
"Bei dem Schneckentempo kommen wir nie pünktlich an, gib mal Gas."
"Alter, die Baustelle da vorne läuft im Schneckentempo, bis wir durch sind, ist gefühlt schon Winter."
"Der Typ vor mir an der Rolltreppe latscht im Schneckentempo und blockiert alles, ich krieg direkt Puls."
Woher es kommt
Das Wort ist ein ganz normales deutsches Bildkompositum aus Schnecke und Tempo. Es spielt mit dem alten, sofort verständlichen Schneckenbild für extreme Langsamkeit. Kein spezieller Szenebegriff, eher festes Alltagsdeutsch, das durch das starke Bild bis heute überall gut funktioniert.
Andere Arten, es zu sagen
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