Was es bedeutet
Blaumachen heißt, du bleibst Arbeit oder Schule fern, obwohl du eigentlich antanzen musst, und verkaufst das als Unfall des Schicksals. Mal ist’s klassisches Krankfeiern, mal einfach Schwänzen, weil Sonne ballert oder die Seele streikt. Der Ausdruck hängt mit dem Blauen Montag zusammen, als Färber früher montags frei hatten. Moral wackelt, Wort sitzt.
Verwendungsbeispiele
"Gestern war Traumwetter, also hab ich blaugemacht, Handy auf Flugmodus und zum See statt Schicht. Im Büro denken sie, ich hätt Migräne gehabt."
"Bei dem schönen Wetter hätte ich am liebsten blaugemacht und wäre an den See gefahren."
"Er hat schon wieder blaugemacht und sich krankgemeldet, obwohl er topfit ist."
"Morgen Mathe erste Stunde, aber ganz ehrlich, wir machen blau und frühstücken erst mal entspannt beim Späti."
"Der hat heute wieder blaugemacht und schickt ausgerechnet ein Selfie vom Balkon in die Klassengruppe, komplett geisteskrank."
Woher es kommt
Der Ausdruck hängt am Blauen Montag. Vor allem bei Färbern war montags oft weniger los, weil die Stoffe nach dem Färben noch hingen und trocknen mussten. Aus diesem freien oder lockeren Montag wurde später ganz allgemein blaumachen, also unerlaubt Arbeit oder Schule sausen lassen.
Andere Arten, es zu sagen
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