Was es bedeutet
Gerümpel ist der Sammelbegriff für all den Kram, der eigentlich weg könnte, aber man hebt ihn auf, weil man ihn ja vielleicht nochmal braucht. Alte Kabel, kaputte Stühle, das dritte Raclette, alles landet im Keller oder auf dem Dachboden. Klingt harmlos, frisst aber Platz und Nerven. Wenn jemand Gerümpel sagt, meint er meistens: Bitte entsorgen.
Verwendungsbeispiele
"Im Umzugskarton war nur Gerümpel: zehn alte Handy-Ladekabel, eine einzelne Ski-Brille und ’ne Pfanne ohne Griff. Papa: Heb auf, kann man noch brauchen."
"Stell den Karton nicht wieder in den Keller, das ist kein Schatz, das ist einfach Gerümpel mit Staubkrone."
"Bei Oma auf dem Dachboden liegt so viel Gerümpel rum, da findest du erst Weihnachtsdeko von 1998 und dann einen Toaster ohne Kabel."
"Räum mal den Balkon auf, da liegt nicht Vintage, da liegt einfach nur Gerümpel mit Wettererfahrung."
"Wir wollten nur schnell was im Keller holen und sind erstmal durch drei Meter Gerümpel gestolpert, inklusive Weihnachtsbaumständer von vor zehn Jahren."
Woher es kommt
Gerümpel ist im Deutschen schon lange das Wort für wertlosen Kram, der irgendwo rumsteht oder im Weg liegt. Es gehört zu den alten Ge-Bildungen für eine Ansammlung von Sachen. Der Wortkern hängt mit rumpeln zusammen. Da hört man das Poltern von Zeug fast schon mit, das keiner mehr wirklich braucht.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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