Was es bedeutet
Plattdeutsch für einen Neugierbolzen, der immer überall reinkieken muss. Ursprünglich der Topfgucker, der beim Kochen schon den Deckel lupft, weil er wissen will, was gleich auf dem Teller landet. Übertragen ist es der Typ, der jede Überraschung vorab ausquetscht und jede Story spoilert. Kann liebevoll gemeint sein, nervt aber auch schnell.
Verwendungsbeispiele
"In’n Klubraum schnackt keiner aus, da steht er schon am Pott: Na, wat kocht ihr? Alle: Ey, Pottkieker, setz dich erstmal."
"Der Pottkieker aus dem dritten Stock weiß schon, was es bei dir zum Abendessen gibt, bevor du einkaufst."
"Mach den Deckel auf den Topf, sonst steht gleich der Pottkieker von nebenan in der Küche."
"Jetzt verrat doch nicht schon das Ende, du Pottkieker, wir sind erst bei Folge zwei."
"Kaum raschelt irgendwo 'ne Tüte, steht Onkel Jens schon in der Tür. Richtiger Pottkieker, der will immer als Erster wissen, was läuft."
Woher es kommt
Pottkieker kommt aus dem Niederdeutschen. Wörtlich ist das der, der in den Pott kiekt, also in den Kochtopf lugt. Erst war damit wirklich der neugierige Topfgucker gemeint. Später hat sich das schön auf Menschen ausgeweitet, die überall ihre Nase reinhalten und alles vorab wissen wollen.
Andere Arten, es zu sagen
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